Wieso Linux?

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Einleitung

Die Begriffe OpenSource und Linux sind in letzter Zeit öfters in den Medien, aber auch in zwischenmenschlichen Gesprächen zu hören. Was genau ist aber OpenSource, bzw. was ist Linux?

[bearbeiten] OpenSource

Als OpenSource werden Programme bezeichnet, welche frei verfügbar sind, dessen Quellcode (Programmcode) eingesehen und verändert werden kann UND darf! Die vier Freiheiten bei OpenSource sind folgende:

  1. Das Programm zu jedem Zweck auszuführen.
  2. Das Programm zu studieren und zu verändern.
  3. Das Programm zu verbreiten.
  4. Das Programm zu verbessern und zu verbreiten, um damit einen Nutzen für die Gemeinschaft zu erzeugen.

OpenSource ist wesentlich älter als Linux, doch Linux verhalf der OpenSource und GNU-Bewegung zum entscheidenden Durchbruch.

[bearbeiten] GNU

GNU ist ein Projekt, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, dem propritären UNIX eine freie Alternative entgegenzusetzen. Es wurde 1984 von Richard Stallman gegründet.

[bearbeiten] Linux

Linux selbst ist lediglich der Kern des Systems, welcher sich um die Verwaltung der Hardware kümmert. Umgangssprachlich wird mit Linux meist eine GNU/Linux-Distribution gemeint. Diese besteht aus einem Linux-Kernel und freier Software (teilweise vom GNU-Projekt), welche zu einem funktionierenden Betriebssystem mit Anwendersoftware zusammengefügt wurden.

[bearbeiten] Gründe für den Umstieg

[bearbeiten] Offensichtliche Vorteile

Ein klarer Vorteil ist, dass es so gut wie keine Viren für Linux gibt. Auch viele andere Schadprogramme wie Dialer und Trojaner können sich nicht starten und somit keinen Schaden anrichten. Selbst wenn ein Schadprogramm für Linux geschrieben werden würde, hätte es kaum Chancen großen Schaden anzurichten, da der Benutzer fast nie mit Administrationsrechten arbeitet. Die Benutzerprogramme haben keinen direkten Zugriff auf das System (im Gegensatz zu Windows, bei welchem der Internet-Explorer tief im Kern verankert ist), wodurch einzelne Lücken nie die ganze Umgebung bedrohen können. Ein Einbruch ist daher nur denkbar, wenn es der Angreifer gezielt auf diesen einen Rechner abgesehen hat, was rein statistisch schon unlogisch erscheint.

Das System wird zusätzlich noch sicherer, weil der Administrator nicht jedes Programm einzeln auf Updates überprüfen muss, sondern mit wenigen Befehlen sämtliche Programme auf dem Rechner in einem Zug auf den aktuellsten Stand bringen kann.

Weiters gibt es auch einige Programme, die ausschließlich für Linux verfügbar sind:

  • K3b (das freie Brennprogramm, das mit seiner Einfachheit viele kommerziellen Programme übertrifft)
  • Kontact (eine Groupware, die von der Funktionalität sehr nahe an Outlook heranreicht)
  • KMyMoney (ein Buchhaltungsprogramm, vergleichbar mit MS Money)
  • Quanta Plus (eine intelligente Webentwicklungssoftware)
  • DigiKam (ein freies Foto-Archivierungsprogramm)
  • Amarok (ein Musikplayer), Kaffeine (ein Video- und DVD-Abspielprogramm)

[bearbeiten] Wirtschaftliche Vorteile

Bei diesem Punkt wird jedem zuerst in den Sinn kommen, dass Linux gratis ist. Stimmt auch, es entstehen bei der Verwendung von freier Software keine Lizenzkosten. Aber dieser Aspekt allein reicht noch nicht, um die Einsparungen durch Linux auszudrücken.

Bei Windows-Systemen gibt es viele versteckte Kosten, welche erst bei einem Umstieg sichtbar werden. Und je länger man bei Microsoft-Systemen bleibt, umso enger zieht sich die Schlinge und die Umstellungskosten werden immer größer. Allein die Verwendung des freien Dokumentenformats OpenDocument führt dazu, dass bei einem Wechsel die Probleme drastisch reduziert werden, da viele Linux-Büroprogramme mit diesem Format problemlos umgehen können. Dies liegt darin, weil die Spezifikationen für den Umgang mit diesen Formaten frei verfügbar und durch keine Patente oder Lizenzen geschützt sind.

[bearbeiten] Langfristige Vorteile

Wie bereits erwähnt, versucht Microsoft die Kunden immer enger an sich zu binden - je länger man abwartet, umso schwieriger gestaltet sich der Umstieg. Auch die Hardware-Anforderungen neuer Microsoft-Betriebssysteme (siehe Windows Vista) führen zu enormen Kosten für die Anschaffung neuer Computer.

[bearbeiten] Ideologische Vorteile

Noch ein Grund für den Umstieg ist es, sich von der Marktmacht Microsofts zu lösen und von nun an unabhänig zu sein. Freie Software ist vergleichbar mit freiem Wissen. Und nur wenn Wissen frei ist, kann es jeder erwerben.

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